Abstimmungsverbot und strategisches Parallelverhalten im by Carsten Witter

By Carsten Witter

Begriff und Reichweite des Verbots aufeinander abgestimmten Verhaltens (§ 25 I GWB a. F.) haben durch die Neufassung des GWB im Rahmen der Sechsten Kartellgesetznovelle eine neue Aktualität erfahren. Zentrales challenge bleibt dabei die Beurteilung des sogenannten bewussten Parallelverhaltens. Carsten Witter entwickelt rechtlich handhabbare Kriterien, um wettbewerbswidrige Verhaltensabstimmungen von rein marktmäßigen Vorgängen abzugrenzen und bestehende Nachweisprobleme zu lösen. Der Autor zeigt, dass bewusstes Parallelverhalten eine Unternehmensstrategie zur Abstimmung von Wettbewerbsparametern ist und daher als aufeinander abgestimmtes Verhalten betrachtet werden muss.

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Infrarotthermographie

Content material: bankruptcy 1 Technische Besonderheiten der Wärmebildtechnik (pages 12–18): bankruptcy 2 Mathematische Grundlagen zur Beschreibung der Signalverarbeitung (pages 19–49): bankruptcy three Eigenstrahlung von Objekt und Hintergrund (pages 50–77): bankruptcy four Atmosphärische Transmission (pages 78–94): bankruptcy five Optische Systeme (pages 95–154): bankruptcy 6 Infrarotstrahlungsempfänger (pages 155–197): bankruptcy 7 Signalverarbeitung (pages 198–215): bankruptcy eight Anzeigeeinheiten (pages 216–227): bankruptcy nine Gesetze der visuellen Wahrnehmung (pages 228–252): bankruptcy 10 Bewertungskriterien für Wärmebildsysteme (pages 253–287): bankruptcy eleven Prufüng von Wärmebildsystemen (pages 288–299): bankruptcy 12 Anwendungen (pages 300–335): bankruptcy thirteen Entwicklungstendenzen (pages 336–341):

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Dies gilt nicht nur für kommunikative Verhaltensabstimmungen, seien sie vertraglich oder nichtvertraglich zustande gekommen, sondern auch für nichtkommunikative Verhaltensabstimmungen. 4) Welche Beschränkungen sind wettbewerbspolitisch relevant? In der deutschen Wettbewerbspolitik herrscht keine Einigkeit darüber, ob Wettbewerb im Sinne der Sicherung der Handlungs- und Entschließungsfreiheit der Marktbeteiligten (= Individualschutz) oder im Sinne eines wirtschaftspolitischen Instruments zur Erreichung der fünf im Zielkatalog zusammengefaßten ökonomischen Ziele (= Institutionsschutz) verstanden werden muß.

Dem steht eine recht häufig vertretene Auffassung77 gegenüber, die den Individualsschutz als ausschließlichen Schutzgegenstand des GWB in den Vordergrund stellt. Ökonomische Zielsetzungen werden dagegen als irrelevant betrachtet. • Eine dritte, vermittelnde Meinung78 geht schließlich davon aus, das GWB wolle den Wettbewerb sowohl als wirtschaftspolitisches Ziel als auch im Interesse der Handlungsfreiheit des Einzelnen als Bestandteil der allgemeinen Handlungsfreiheit (Art. 2 I GG) schützen. Richtig erscheint es, der dritten Ansicht zu folgen.

Dies ergibt SIch aus der emfachen Überlegung, daß sich fiir den Monopolisten eine zusätzliche ProduktIOn nur so lange lohnt, WIe die zusätzlichen Kosten (Grenzkosten) unter den zusätzlichen Erlösen (Grenzerlösen) liegen, jedoch nicht mehr, sobald sie darüber hinaus ansteIgen. Vgl. zum ,,Als-Ob-Wettbewerbskonzept" unten, Kapitel 4 IV 2. Bahnbrechend war in diesem Zusammenhang der Aufsatz vom JM Clark, "Toward a Concept ofWorkable Competition", 30 American Economic Review (1940), S. 241 -256. JM Clark, Competition as a Dynamic Process (1961).

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